Dzień dobry wegańska Polsko!

Sommerzeit ist Reisezeit. Für die meisten ging es dieses Jahr nach Griechenland, doch uns verschlug es mal wieder nach Polen!

 

Unsere diesjährige Reise hat uns einmal quer durch dieses wundervolle Land geführt, so dass ich noch mehr geniessen und entdecken konnte. Zeit mit der polnischen Familie stand natürlich auch auf dem Programm und es war wie immer unvergesslich. 

 

Als Veganer in Polen unterwegs zu sein, hatte sich noch einfacher gestaltet als vor 2 Jahren. Das Angebot in den Supermärkten hat deutlich zugenommen und vor allem in Warschau, findet man wirklich an jeder Ecke Restaurants, Bistros oder Cafés, die vegane Optionen anbieten. Jeder konnte mit dem Begriff vegan etwas anfangen und man musste es nicht grossartig erklären. Nicht zu vergessen, die vielen rein veganen Restaurants, die für jeden Geschmack was dabeihaben. Einfach fantastisch!

 

Da ich aber auf Nummer sicher gehen wollte, hatte ich mir ein kleines "care Paket" zu meinen Schwiegereltern, aus einem polnischen veganen Onlineshop (Urban Vegan), schicken lassen. Auch dort hatte sich die Produktpalette gut erweitert und ich war erneut beeindruckt, welch Auswahl es an veganen Fleisch- und Wurstwaren es gab. Wenn jemand weiss wie man Wurst herstellt, dann echt die Polen.

 

Die Produkte waren alle ziemlich gut und ich glaub, dass auch so mancher Fleischliebhaber den Unterschied nicht bemerkt hätte. Meine Omnis waren zumindest sehr zufrieden.

Ausbeute von Urban Vegan in Polen
Ausbeute von Urban Vegan in Polen

Mein Favorit war hier mal wieder der "Patifu Gourmet" Aufstrich, die "Mosaika Wurst" und die Produkte der Firma "Bez miesne" vor allem der Peperoni und Knoblauch Aufschnitt.

 

Auch der Braten in Pflaumensauce (Pieczen) sowie der Speck (Boczek) waren sehr lecker.

Die Firma Polsoja hatte auch eine gute Auswahl an Würstchen (Wiener, Bratwurst, Weisswurst) die man nicht nur online sondern auch in vielen Supermärkten finden konnte.

 

Was den Käseersatz angeht, war ich leider nicht so wirklich begeistert. Die Firma Polsoja hatte noch den besten, doch überzeugt hat auch der nicht wirklich ☹.

 

Die wohl grösste Enttäuschung war der Cashewkäse von "Wege Siostry"(Onlineshop) mit Chipotle. Er war so fettig, dass die ganze Packung durchgeweicht war und beim Anschneiden, hatte man eher das Gefühl einen Block feste Butter zu teilen. Geschmacklich war er einfach nur sauer und das Fett blieb unangenehm an den Zähnen und Lippen kleben. Wirklich Schade, weil er nicht gerade günstig war und ich mir eher etwas cremiges á la Camembert erhofft hatte.

 

Der zweite Reinfall war der Aufstrich von "Bez deka mleka" (ebenfalls Onlineshop) mit Pilzen. Geschmacklich war er ganz gut, doch die Konsistenz war mal wieder viel zu fettig und es erinnerte eher an festes Frittierfett. Sehr schade, da ich gern etwas positives darüber berichtet hätte.

Was das Thema Supermärkte angeht, war Kaufland dieses mal mein absoluter Lieblingsladen. Aufstriche in allen Variationen sowie ein volles Kühlregal an fleischlosen Alternativen. Es gab auch viel von der Firma "Polsoja", doch meine Favoriten waren die Produkte von „Dobra Kaloria“ und die Kaufland Eigenmarke „Take it Veggie“. Die „vegan Balls“, waren besonders lecker. Man konnte sie auch so snacken. Ob das so vorgesehen war, weiss ich nicht aber wir haben sie einfach so gefuttert und überlebt :D.

 

Es gab auch diverse Krautsalate im Kühlregal, wie z.B. meinen geliebten Surówka, die sogar als vegan gekennzeichnet waren.

Gesamte Ausbeute Kaufland/Polen
Gesamte Ausbeute Kaufland/Polen

An Süssigkeiten hab ich leider nicht allzu viel gefunden. Ein paar Sorten dunkle Schokolade gab es wie beim letzten mal schon. Rosinen mit Schokoladenüberzug( Kaufland) und eine Sorte Pralinen mit Kirschgele  Füllung( Lidl), habe ich ebenfalls gefunden.

 

Dann gab´s aber zum Glück noch einen Maissnack mit Schokoladenüberzug Namens "Chrupki", den Ich extrem lecker fand. Es handelte sich dabei um so etwas wie eine aufgepuffte Maisstange, die dann mit dunkler Schokolade umhüllt war. So einfach und doch so lecker. Gefunden habe ich sie allerdings nur in einem Supermarkt (Dino). In allen anderen Läden fand ich die Maisstangen nur als salzige oder pure Version.

 

Veganes Eis gab es nur das von "Ben&Jerry´s" (Kaufland). Weil ich aber das Eis noch nie im Leben gegessen, bot sich die Gelegenheit es einmal zu testen. Es wurde also die Sorte Penut&Butter Cookie ausgewählt, und ich kann jetzt verstehen warum so viele auf dieses Eis abfahren. Echt lecker und schön cremig. Es gab auch noch die Sorte Chunkey Monkey, da sie aber mit Banane ist und ich nicht wirklich ein Fan davon bin, kann ich nicht sagen, ob diese genauso lecker schmeckt. 

Es gab auch Pierogi mit Kraut Pilzfüllung und eine Süsse Variante mit Erdbeeren von der Firma „A na obiad“. Sowie welche mit Spinat-Brokoli-Tofu oder Kartoffel-Tofu Füllung von der Firma Vitu. Dummerweise habe ich von den Pierogi keine Fotos gemacht .Das ist mir in meiner Vorfreude irgendwie entfallen. Gefunden habe ich sie aber alle bei Lidl.

 

Alles in allem kann  man in jeden Supermarkt etwas finden, das einen als Veganer nicht verhungern lässt.

 

Da wir ja, wie schon oben erwähnt, durch halb Polen gereist sind. Haben wir uns natürlich auch durch einige Restaurants probiert.

 

An den Masuren, um genau zu sein in Narty, hatten wir leider etwas Pech, das die meisten Lokale noch geschlossen waren. Die Saison hatte noch nicht richtig begonnen und wir noch im griechischen Alltagsrythmus drin waren, man geht ja erst Abends üppig essen, standen wir fast immer vor verschlossenen Türen.

 

Zum Glück hatten wir aber die Möglichkeit in unserer Hütte am See grillen und kochen zu können. Der Imbiss gegenüber war sogar so nett und hat mir extra einen Burger mit Krautsalat kredenzt. Wofür ich nach unserer verzweifelten Suche nach einem geöffneten Restaurant mehr als Dankbar war.

Bei unserem, Trip zur Marienburg in Malbork hatte ich im Restaurant Piwniczka (direkt an der Burg) ein sehr leckeres Gericht deren Name mir leider entfallen ist (ich glaub ich werde alt). Es war sehr lecker und bestand aus Kartoffeln. Es wurde zwar unter den vegetarischen Gerichten auf der Karte aufgelistet doch beim genauen Nachfragen wurde mir versichert, dass es auch vegan sei. Ich hoffe also, dass die Info korrekt ist. Online konnte ich es leider nicht mehr auf der Speisekarte finden, weil sich die Auswahl für den Sommer ein wenig geändert hat.

In der Heimatstadt meines Mannes, Kędzierzyn-Koźle, ging unser erster Gang in das Restaurant Pod Słońcem. Was mich besonders gefreut hat: Auf der Karte sind jetzt die veganen Speisen sogar extra gekennzeichnet! Vor 2 Jahren war es zwar auch kein Problem etwas veganes auf Nachfrage zu bekommen doch so ist es doch viel schöner, wenn man einfach nur noch auswählen muss.

 

Auf meinem Teller landeten also Pierogi mit Kraut-Pilzfüllung, Kartoffelspalten und Rohkostsalate. Lecker wie immer und der Service war mein persönliches Highlight. Der Kellner wies nämlich beim Servieren noch einmal darauf hin, dass meine Kartoffelspalten auch extra in veganen Fett zubereitet wurden und ich mir keine Sorgen machen müsste. Ich hatte nämlich vorher gefragt, ob sie die vielleicht in Butter anbraten, da sie nicht als vegan aufgelistet waren und unter Bratkartoffeln liefen 😉.

 

Nach einem längerem Aufenhalt im Kreis der Familie und ein paar Tagen in Jelenia Góra (Familien Treffen, Burgen und Schlösser anschauen), zogen wir weiter nach Warschau!

Was soll ich sagen, auch wenn ich es eigentlich eher beschaulich mag, Grosstädte faszinieren mich immer wieder. Vor allem wenn sie so geschichtsträchtig und faszinierend wie die Hauptstadt Polens ist. Mal abgesehen von den Sehenswürdigkeiten, war Warschau für mich als Veganerin ein absoluter Traum. Wie schon oben erwähnt, hab ich einfach überall etwas zu essen gefunden. 

 

Da unser erster Tag doch leider ziemlich regnerisch und kalt war, beschlossen wir der Złote Tarasy, einem grossen Einkaufszentrum im Zentrum, einen Besuch abzustatten und eine Kleinigkeit zu essen. Leider war die erste Wahl ein Thailänder eine grosse Enttäuschung für mich. Es gab kein einziges veganes Gericht und weil, alles laut Bedienung, vorgefertigte Mischungen waren (trotz Koch und einer Wartezeit von 15 Min" à la carte"!), konnte man mir auch nichts zubereiten oder Zutaten einfach weglassen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich so viel Unflexibilät gerade in der Hauptstadt, nicht erwartet hatte und befürchtete schon das schlimmste. 

 

Zum Glück gab es nur ein paar Läden weiter alles was das vegane Herz begehrte. Von Falafeln, Sushi über Salatbars bis hin zu Nudelgerichten, fand ich eigentlich überall vegane Option, ausser halt beim besagten Thailänder. 

 

Meine Wahl viel also auf „Salad Story“ und ich lies mir einen Wrap mit verschiedenen Bohnen, Salat, Sprossen, Avocado und veganem Dressing zaubern. Dazu gab es noch gemischten Saft und den besten Rote Beete-Schokokuchen. Wer also einen Imbiss/ Snacks nach dem Shoppen sucht, ist hier sehr gut aufgehoben, da alles frisch zubereitet wurde.

Wo wir schon beim Thema Snacks sind, mein Mann schwärmte mir immer von einem Fastfood aus seiner Jugend vor: Bułka z pieczarkami. Ein Brötchen mit Pilzen, Zwiebeln und je nach dem woman ist mit Kohl. Klang lecker und ich wollte es unbedingt probieren. Doch das war gar nicht so einfach. Entweder waren wir bisher in den falschen Ecken des Landes, oder es gibt dieses polnische Fastfood einfach nicht mehr in jeder Gegend.

 

Gefunden haben wir es tatsächlich erst in der Warschauer Altstadt. Mein Mann war happy, da er in Kindheitserinnerungen schwelgen konnte und ich durfte das angepriesene Bułka z pieczarkami endlich testen. Was soll ich sagen, ich kann verstehen, das er es so geliebt hat. Es ist nämlich äusserst köstlich und ein Super Snack für zwischendurch. Ein passendes Rezept dazu wird auf alle Fälle noch auf meiner Rezepte Seite hochgeladen.

Auch wenn es etwas schräg ist, doch in Warschau haben wir recht viel asiatisch gegessen. Der Grund war einmal, dass wir vorher ausgiebig die polnische Küche geniessen durften und zum zweiten, wir in Griechenland einfach keinen guten Asiaten haben. Zumindest dort wo wir wohnen. Da wir die asiatische Küche sehr Lieben (waren für längere Zeit mit dem Rucksack dort unterwegs), hatten wir die Hoffnung hier fündig zu werden. Zum Glück wurden wir nicht enttäuscht. 

 

Ein Lokal hatte mir besonders gut gefallen nämlich das „Thaisty“. Die Köchin kommt aus Thailand/Bangkok und ihr Restaurant besitzt das Gütesiegel der Thailändischen Kochvereinigung für authentisch Thailändische Küche. In dem Fall auch zu Recht! Die Speisen waren hervorragend und frisch zubereitet. Sie arbeitet mit saisonalen Produkten aus der Region und schafft es trotz der doch etwas andere Zutaten authentisch thailändisch zu bleiben. Auch wenn es sich um kein rein veganes Restaurant handelt, so kann man auf Nachfrage vegane Speisen bekommen. Ich hatte eine Tofu-Gemüsesuppe mit Nudeln und als Vorspeise etwas was ich noch nicht kannte: Gedämpfte Reisrolle mit Gemüse und Tofu. Ich kann dieses Restaurant also nur wärmstens empfehlen.

 

Für viele von euch vielleicht nichts neues, doch für mich war das „Loving Hut“ eine grosse Überraschung. Weil es sich ja um eine weltweite Kette handelt, war ich um ehrlich zu sein, etwas skeptisch. Doch das Essen war geschmacklich so wie ich es aus Asien noch in Erinnerung hatte. Erstaunlich authentisch und laut meiner Omnivoren, wies es kaum einen Unterschied zu den “echten“ Gerichten auf. Allein die Textur der Fleischgerichte war verblüffend echt. Wenn alle Restaurants der Kette so kochen, weiss ich wo ich immer was leckeres zu essen finde.

Bei Viet Street Chill&Eat hatte ich ein gutes Red Curry und sehr lecker gebratenen Tofu. Auch hier wurde es auf Nachfrage vegan zubereitet, sprich ohne Fischsauce. 

Das aber wohl tollste Lokal war das „Vege Miasto“! Ich glaub ich habe noch nie so gut vegan gegessen wie dort. Egal was wir bestellt hatten (und das war nicht wenig), es war unglaublich lecker und die Portionen riesig. 

 

Wir hatten Pakoras, Paprika Hummus mit Avocado-Koriander-Zwiebel Salsa, gefüllte Kartoffeln mit Avocadocreme und Cashewkäse, Nudeln in Kokossauce mit Räuchertofu, sowie eine Süss-Saure Suppe. In der Suppe befand sich leider das obligatorische Haar, welches sich auch noch unschön um die Nudeln gewickelt hatte ☹. Doch die Suppe wurde anstandslos zurückgenommen und (ich hoffe) neu zubereitet. Ich erwähne das extra an dieser Stelle, weil ich es gut fand wie schnell und problemlos reagiert wurde.

 

Ausserdem gab es noch eine grosse Auswahl an Kuchen und Torten. Leider waren wir aber so voll, dass wir uns entschieden haben ein paar Stücke mitzunehmen und in unserer Unterkunft zu verputzen. Unsere Wahl viel auf: Sernik (polnischer Käsekuchen) mit Schokostreuseln, Kokoscremetorte und einen Erdnussbutter-Oreo-Käsekuchen.

 

Was soll ich sagen, sie waren einfach himmlisch! 

 

Solltet ihr also mal in Warschau sein und wollt gut essen gehen, kann ich euch diesen Laden nur wärmstens empfehlen.

Für die Naschkatzen unter euch, kann ich als Tipp die "Manufactura Cukierkow" (nähe Altstadt) empfehlen. Hier werden Bon Bons und Lutscher nach traditionellem Verfahren hergestellt und es werden, laut Info, nur natürliche Zutaten verwendet. Auch wenn es sich um keinen rein veganen Laden handelt, so bin ich am Ende doch fündig geworden. Die Mitarbeiter sind zuvorkommend und helfen so gut es geht weiter.  Die Sorten die mit uns den Laden verlassen durften, waren Karamel und saure Waldfrüchte. Beide waren laut Zutaten liste vegan. 

Wir kommen langsam zum Ende!

 

Eine Sache möchte ich aber dennoch kurz erwähnen, da es der ein oder andere vielleicht nicht weiss.

 

Weil wir recht häufig fliegen  und es auf Kurzstreckenflügen meist keine Option zur Menu Auswahl bei der Buchung gibt (so war es zumindest die letzten Male bei der Lufthansa), hatten wir mit Aegean Airlines keinerlei Probleme.

 

Auch wen es nicht als „vegan“ aufgelistet wurde, so hat man doch die Option ein Milch-und Eifreies vegetarisches Gericht zu wählen.

 

Ich persönlich finde das etwas seltsam, da Lufthansa die gleiche Strecke anbietet und das Ticket um einiges teurer ist, man aber keine Option beim buchen der Tickets hat, ein Essen auszuwählen. Es ei denn man zahlt extra dafür . Schade eigentlich.

So ihr Lieben, das war es dann auch schon mit meinem Bericht über Polen. Hoffentlich hat es euch gefallen und ihr könnt mit dem ein oder anderen Tipp etwas anfangen.

 

Für mich steht auf alle Fälle fest, das Warschau beim nächsten Polen Trip wieder mit dabei sein wird. Es gab einfach noch soviel zu sehen und vor allem zu probieren :D.

 

Kocham cię Polsko! Wir kommen sicher bald wieder.

 

Cześć 

Hara und die immer noch liebe Diva

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