Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan

Ladenia- Griechische Kykladen Pizza Für 2 Stck.

 

Zutaten für den Teig

  • 450 g Weizenmehl, Type 550
  • 50 g Vollkornmehl, z.B. Weizen
  • 15 g frische Hefe oder 1 Pck. Trockenhefe (9 g)
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser, bei Bedarf etwas mehr
  • 1 TL feines Meersalz
  • 40 ml Olivenöl
  • 1 TL Oregano, getrocknet

Zutaten für den Belag

  • 600 g feste Tomaten
  • 300 g rote Zwiebeln
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1 TL feines Meersalz
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 Schuss Weinessig
  • Pfeffer, nach Bedarf
  • 3 EL Olivenöl

Die Mehlsorten miteinander mischen und eine tiefe Mulde in die Mitte drücken. Hefe, Rohrohrzucker, die Hälfte des lauwarmen Wassers hinzufügen und 15 Min. quellen lassen.

 

 

 Anschliessend die restlichen Zutaten für den Teig hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte er zu fest sein, etwas mehr Wasser hinzufügen. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Std. gehen lassen.

 

In 2 Runde Auflauf- oder Backformen  (ᴓ 26 cm Innendurchmesser) so viel Olivenöl geben, das der Boden gut bedeckt ist. Ruhig grosszügig mit dem Öl umgehen, sonst kann es passieren, dass die Ladenia nach dem backen kleben bleibt oder zu trocken wird.

 

Teig in 2 gleich grosse Kugeln formen und in jede Form eine Kugel geben. Mit den Händen den Teig gleichmässig flach drücken und bis zu den Rändern hin formen oder ausrollen. Alles mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Min. gehen lassen.

 

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben und alle Zutaten für den Belag, ausser den Tomaten, hinzufügen und gut vermengen. Beiseitestellen.

 

Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

 

Die Tomaten waschen, Stielansatz herausschneiden und halbieren. Anschliessend in dünne Scheiben schneiden. Vorsichtig unter die Zwiebeln heben und zu gleichen Teilen auf den Teigböden verteilen. Die Mischung darf nicht zu lange stehen bleiben, da sich sonst zu viel Flüssigkeit bildet.

 

Die fertig belegten Ladenia in den vorgeheizten Ofen schieben und 30-35 Min. backen.

 

Kurz abkühlen lassen, aus der Form heben und auf ein Brett geben. In gleich grosse Stücke schneiden und servieren.

 

Wer möchte kann seine Ladenia auch zusätzlich mit schwarzen Oliven und veganen Feta belegen.  

Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
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Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
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Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan
Ladenia Kimolos–Griechische Kykladen-Pizza  vegan

Tipp von mir und der Diva:

 

Beachtet das die Tomaten nicht zu reif sind, da sie sonst zu viel Flüssigkeit abgeben.  Der Belag wird sonst zu matschig und braucht viel zu lange zum durchbacken. Die Ränder würden dann ebenfalls zu Kross werden oder im schlimmsten Fall einfach verbrennen.

 

Anstelle von 2 kleinen, kann auch eine grosse Ladenia zubereitet werden. Ich hatte dafür eine 32ᴓ cm Form verwendet und die Backzeit betrug 1 Std. .

 

Ich müsst auch nicht zwingend eine Runde Form benutzen. Eine rechteckige Auflaufform funktioniert genauso gut, und man kann die Stücke dann gut in Quadrate schneiden und portionieren. Besonders praktisch für ein Buffet oder Picknick. Es ist übrigens auch ziemlich egal, aus welchem Material die Auflaufform besteht. Ob eine klassisch griechische Tapsi (Backform aus Edelstahl), mit Teflon Beschichtung, Keramik oder Glas, es hat mit allen funktioniert.  Wichtig ist nur, dass immer genug Öl zum einfetten benutzt wird.

 

Ladenia ist ein typisches Inselgericht der Kykladen. Um Genau zu sein, stammt es von der Insel Kimolos. Dort wird es unter anderem während der Fastenzeit und besonders in der Karwoche (megali evdomada) gegessen. Auch dieses Gericht ist schon von Haus aus vegan da es in seiner Ursprungsform ohne tierische Produkte auskommt.

 

Das Wort Ladenia leitet sich übrigens von dem griechischen Wort Ladi = Öl ab. Es bezeichnet daher eine Speise, die mit viel Öl bzw. Olivenöl zubereitet wird. In meinem Blog Artikel Vegan in Griechenland, hatte ich auch schon einmal die Bezeichnung Ladera erwähnt. Auch dort handelt es sich um Gerichte die in bzw. mit viel Öl gekocht werden. Ich möchte daher besonders darauf hinweisen, dass ihr für diese Art von Gerichten nur hochwertiges Olivenöl verwendet. Mit minderwertigem Öl, würdet ihr euch nämlich nur den wunderbaren Geschmack verderben.

 

Ladenia besteht zwar nur aus wenigen Zutaten, ist dafür oder vielleicht auch gerade deshalb so unglaublich lecker. Das grosszügig verwendete Olivenöl ist übrigens sehr wichtig für dieses Gericht, da der Teig so schön saftig bleibt und selbst am nächsten Tag nicht austrocknet. Es erinnert auch eher an eine Focaccia, als an eine Pizza. Doch der Name „griechische Pizza“ hat sich schon so etabliert, dass ich ihn ebenfalls so übernommen habe. Vermutlich kann die Allgemeinheit mit dem Begriff Pizza, auf Anhieb etwas anfangen und es hat sich deshalb durchgesetzt.

 

Auch wenn der klassische Belag nur aus Tomaten und Zwiebeln besteht, wird Ladenia auch oft mit Kapern, Oliven und Feta verfeinert. Die Oliven gebe ich persönlich immer vor dem Backen auf die Ladenia. Die Kapern und den veganen Feta allerdings erst danach. Wie ihr es letztendlich handhabt, ist ganz eurem Geschmack überlassen. Mir gefällt es so aber am besten. Da wir uns nie entscheiden können welcher Belag der Bessere ist und mache ich  immer 2 verschiedene Versionen. Worüber sich meine Lieben natürlich besonders freuen.

 

Kapern gehören übrigens auch zu der griechischen Inselküche, da die Pflanzen mit recht kargem Boden auskommen und daher dort ohne Probleme wachsen. Aber auch bei uns auf dem Festland findet man reichlich Kapernsträuche. Aus diesem Grund sammeln wir im Frühjahr immer fleissig Kapern und legen sie dann selbst ein. Was natürlich eine ziemliche Arbeit ist und nicht ganz schmerzfrei abläuft. An den Kapernsträuchern befinden sich nämlich kleine Dornen, mit denen man beim Pflücken zwangsläufig in Berührung kommt.

 

Unsere Marinade zum Einlegen, besteht dann aus Weinessig und gesalzenem Wasser. Daher sind sie geschmacklich auch nicht mit denen aus dem Supermarkt zu vergleichen, da sie nicht so salzig sind und ein feines Essigaroma enthalten.

 

Bei Kapern handelt es sich um die Blütenknospen der Pflanze und nicht um die Früchte. Die Früchte werden zwar auch eingelegt, sind dann aber die sogenannte Kapernäpfel.

 

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