Tsoureki mit Tahini vegan

Tsoureki mit Tahini Für 2 kleine Zöpfe 

Zutaten für den Teig:

  • 500 g Weizenmehl, Type 550 oder 1050
  • 20 g frische Hefe
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 220 ml lauwarme Pflanzenmilch, bei Bedarf mehr
  • 1 Prise grobes Meersalz
  • 1 TL Machlep, siehe Tipp
  • 1/3 TL Mastixpulver, siehe Tipp
  • 50 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 60 ml Pflanzenöl

 Zutaten für die Füllung:

  • 120 g Tahini
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL Orangensaft
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 50 ml lauwarme Pflanzenmilch, bei Bedarf mehr

  Für die Deko:

  • Mandelblättchen
  • Geschmolzene Zartbitterkuvertüre
  • Etwas Zuckerguss mit Orange ( hier klicken)

 

 

 

 

Das Weizenmehl in ein Schüssel geben, in die Mitte eine tiefe Mulde drücken und die Hefe, 2 EL des Rohrohrzuckers, sowie die lauwarme Pflanzenmilch hineingeben. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Min. quellen lassen.

 

Anschliessend die restlichen Zutaten hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte euer Teig etwas zu trocken sein, gebt ein wenig mehr Flüssigkeit hinzu.

 

Den Teig erneut mit einem Geschirrtuch abdecken und für 1 Std. an einem warmen Ort gehen lassen.

 

In der Zwischenzeit die Zuaten für die Füllung  zu einer streichfähigen, geschmeidigen Paste vermischen. Sollte sie noch zu fest sein,  dementsprechend mehr Pflanzenmilch hinzufügen.  Beiseitestellen.

 

Den Hefeteig auf eine gut bemehlte Fläche geben und mit den Händen mindestens 5 Min. durchkneten. Anschliessend 6 gleich rosse Kugel daraus formen. Aus den Kugeln 6 gleich lange Wülste formen (30-40 cm).

 

Nun gibt es 2 Methoden für die Füllung:

 

1. Methode:

Jeweils drei Wülste nehmen und eine davon flach ausrollen. Es sollte ein flaches langes Rechteck entsteht. Dieses grosszügig mit der Hälfte der Tahinicreme bestreichen. Anschliessend erneut zu einer Wulst aufrollen. Aus den Wülsten (eine gefüllte, 2 nicht gefüllte) einen Hefezopf flechten. Die Enden mit einander verzwirbeln und unter den geflochtenen Zopf schieben.

Diese Methode empfehle ich euch, wenn ihr einen intensiven und ziemlich präsenten Tahini- Geschmack und eine sichtbare Füllung (beim Anschnitt) im Tsoureki haben möchtet.

 

2. Methode:

Wer es etwas dezenter und auch feiner haben möchte, rollt alle 3 Wülste flach aus und  bestreicht alle mit der Tahinicreme. Wieder zu Wülsten aufrollen und zu einem Hefezopf flechten. Das Ergebnis nach dem Backen war erstaunlich dezent und die Tahinicreme, hat sich gut im gesamten Tsoureki verteilt. Alles in allem war es einfach feiner und dezenter. Wem das also lieber ist, rate ich zu dieser Methode.

 

Die fertig geflochtenen Tsourekia mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech geben und mit einem Geschirrtuch abdecken. Für 15 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

 

Anschliessend mit etwas Pflanzenmilch einpinseln und mit Mandelblättchen bestreuen.

 

Den Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen und die Tsourekia für 20-25 Min. backen.  Je nach Ofen, kann die Backzeit etwas variieren.

Anschliessend auf ein Gitter legen und abkühlen lassen.

 

 

Wer möchte kann die Tsourekia mit Orangenzuckerguss und geschmolzener Kuvertüre verziehren. Etwas trocknen lassen und dann servieren.

Tsoureki mit Tahini vegan
Tsoureki mit Tahini vegan
Tsoureki mit Tahini vegan
Tsoureki mit Tahini vegan

Tipp von mir und der Diva:

 

In Griechenland wird Tsoureki immer zu Ostern und Weihnachten gebacken. Natürlich kann man es auch das ganze Jahr über hier in den Bäckereien kaufen. Doch gerade zu Ostern, bekommt man es mittlerweile auch als nistisima Version ohne Eier, Milch oder Butter in die Geschäfte. Da freut man sich als veganer natürlich besonders drüber.

 

Ein charakteristischer Bestandteil des griechischen Tsoureki ist Mastix und Machlep.  In Griechenland bekommt man es in so ziemlich jedem Supermarkt zu kaufen. In Deutschland nur bei gut sortierten Gewürzhändlern, griechischen Feinkostläden oder türkischen Lebensmittelgeschäften.

 

Aber was ist es genau?

 

Mastix ist ein Harz, das aus dem Mastixstrauch/Baum gewonnen wird. Das Beste und bekannteste kommt von der Insel Chios, wo es schon seit der Antike und im grösserem Stil, seit dem Mittelalter angebaut und gewonnen wird. Die Sträuche oder besser gesagt Bäumchen, werden an der Rinde eingeritzt und geben so ihr Harz frei. Das Harz, das dabei austritt, gerinnt langsam in dicken Tropfen, sobald es mit der Luft in Berührung kommt. Diese Tropfen erinnern an Tränen, daher wird Mastix bei uns auch „Tränen von Chios“ genannt.

 

Die Ernte ist recht aufwendig und wird nach wie vor noch durch mühevolle Handarbeit vollzogen. Da Mastix recht klebrig ist und nicht immer gleichmässig aus den Bäumchen austritt, tropf auch recht viel auf den Boden, oder rinnt den Stamm entlang. Dabei kann viel Borke, Steinchen, Hölzer oder auch Erde an den „Tränen“ hängen bleiben, die dann mühevoll per Hand entfernt werden muss. Um das ganze etwas zu vereinfachen, wird rund um die Sträucher eine dicke Schicht Kalk ausgestreut, so das die Harztropfen dort hinein fallen, besser und vor allem sauberer aufgesammelt werden können.  Viele dieser Bäumchen sind schon seit Generationen in Familien Besitzt und werden so immer weitervererbt. Eine Tradition, die uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

 

 

Mastix wird übrigens nicht nur zum backen verwendet. Daraus werden unter anderem  auch Süssigkeiten, Kosmetika, Medizinische Produkte, und Getränke gewonnen. Der Geschmack ist allerdings recht eigentümlich und nicht jedermanns Sache. Für mich gehört es aber unbedingt in ein gutes Tsoureki. Doch Vorsicht, nehmt nicht zu viel davon, da es sonst zu streng werden kann. 

Mastix

Machlep, Machelpi oder Mahalab ist eins meiner Lieblingsaromen in griechischem Gebäck und vor allem im Tsoureki. Es wird aus den Kernen der Felsenkirsche gewonnen und hat einen leicht bitteren und nussigen Geschmack. Es erinnert daher ein wenig an Bittermandelaroma. Machlep wird viel für Süssigkeiten in der orientalischen Küche verwendet. Aus diesem Grund könnt ihr es problemlos in orientalischen, türkischen und natürlich griechischen Lebensmittelläden bekommen. 

Machlep, Machlepi, Mahalab

Wundert euch nicht, warum mein Tsoureki auf einigen Bildern eher wie ein langer Kuchen aussieht. Ich mag es einfach lieber, wenn es etwas flacher und länglicher ist. Es lässt sich so schöner servieren und man kann alles einfach besser portionieren. Ich finde, die Stücke sind dann auch nicht so mächtig.

 

Um Diese Form zu erlangen, müsst ihr euren Tsoureki -Zopf nur etwas flacher drücken und nicht zu sehr zusammen schieben, nachdem es aufs Backblech gelegt wurde. Also eher etwas in die Länge ziehen, als zusammen zu stauchen.

 

Wie ihr das letztendlich handhabt, ist natürlich voll und ganz euch überlassen. Ich habe daher beide Bilder hochgeladen, damit ihr den Unterschied sehen könnt.

 

 

Für den Zuckerguss verwende ich übrigens so gut wie immer Orangensaft, anstelle von Zitronensaft. In meiner Familie befindet ich jemand, der Zitronensaft in Verbindung mit Puderzucker nicht so gut verträgt. Aus diesem Grund, habe ich es einmal alternativ mit Orangensaft zubereitet und siehe da, keine Probleme mehr und lecker ist es noch dazu. Seitdem verwende ich diesen Guss eigentlich in ziemlich vielen Rezepten.  

 

Wer sein Tsoureki als traditionelle Version backen möchte, lässt einfach die Tahinifüllung , sowie den Zucker-Schokoladenguss weg.

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