Kathara Deftera und das griechische Fastenbrot

Sarakosti Buffet,  Kathara Deftera vegan

Es ist wieder soweit, Kathara Deftera oder auch Sarakosti steht auf dem Plan. Dieses Mal hab ich nicht nur Bilder von unserem alljährlichen Köstlichkeiten, sondern auch noch ein neues Rezept für euch. Freut euch also auf: Lagana das griechische Fastenbrot.

 

Das Besondere an diesem Brot: es ist von Haus aus vegan!

 

Da es sich um ein Fastenbrot handelt, enthält es keine tierischen Produkte und ist typischer Bestanteil an diesem besonderen Tag in Griechenland.

 

Solltet ihr also mal zur Fastenzeit hier in Griechenland unterwegs sein, so könnt ihr dieses Brot immer ohne Vorbehalt verspeisen 😉.

 

Wie immer wird heute der Beginn der Fastenzeit gefeiert und dementsprechende zelebriert. Wer mehr über das Lagana und seine Geschichte erfahren möchte klickt einfach auf das Rezept. Im Teil für den Tipp findet ihr alle Informationen und auch warum dieser Tag gefeiert wird und man gerade dann Drachen steigen lässt. Für alle die also an Hintergrundwissen und Kultur interessiert sind, genau das Richtige.

 

Lagana, griechisches Fastenbrot, Fladenbrot, vegan

Der Beginn der Fastenzeit bedeutet für mich als Veganerin natürlich auch immer, das vegane Schlaraffenland! Das Angebot an veganen Lebensmitteln verdoppelt sich sozusagen und in den Lokalen, wird jede Menge leckeres und vegan freundliches Essen angeboten. Nur zu dumm, dass wir uns immer noch in der Corona Pandemie befinden und letzteres leider nicht voll und ganz ausgekostet werden kann, da die Lokale immer noch ihre Pforten geschlossen halten müssen.

 

Delivery ist zwar möglich, doch wir wohnen etwas zu weit weg vom Stadtkern, dass viele nicht zu uns liefern. Ausserdem ist es einfach schöner, das Essen in der dementsprechenden Örtlichkeit und mit Freunden zu geneiessen. Ich weiss, vielen von euch ergeht es ähnlich, also was soll ich gross darüber berichten oder herumjammern. Hoffen wir einfach, dass es bald ein Ende haben wird und man wieder ausserhalb der eigenen 4 Wände und in netter Gesellschaft einen Happen essen gehen kann.

Bis dahin muss ich mich mit Köstlichkeiten aus diversen Lebensmittelgeschäften begnügen und diese natürlich für euch probieren. Den Fastenzeit heisst für mich auch immer, Testen was das Zeug hält Zeit  😊.

 

Ich zeige euch also an dieser Stelle schon eine kleine Auswahl von dem, was einen so zurzeit in griechischen Supermärkten erwartet. Das ein oder andere werde ich auch in meinem Blogartikel „ Vegan in Griechenland Teil 2“ ergänzen. Ich aktualisiere dort übrigens regelmäßig, damit ihr immer auf dem Laufenden seid 😉 .

 

Wie immer gilt hier nur meine persönliche Meinung über die Produkte. Ich bekomme auch nach wie vor kein Geld dafür, das ich sie euch hier präsentiere.  Ich finde es halt nur wichtig, einmal zu zeigen, was sich so im veganen Bereich getan hat und freue mich jedes Jahr aufs Neue, da das Angebot immer grösser wird. Wenn ich bedenke, wie es noch vor ein paar Jahren war. Vegane Lebensmittel musste man lange suchen und selbst zur Fastenzeit, war die Produktpalette eher bescheiden.

Werft also kurz ein Auge, auf die wundervolle und aktuelle Auswahl :

Nun aber genug abgeschweift und zurück zum Thema. In diesem Jahr gab es an Kathara Deftera /Sarakosti folgendes:

 

Gefüllte Weinblätter

Taramosalata

Lagana

selbst eingelegte Oliven

Politiki Salata

Fava (Dip aus gelben Schälerbsen) mit karamellisierten Zwiebeln

Tiropitakia(Käsetäschen)

Patatopita (Filoteig Röllchen mit Kartoffelfüllung)

Chortopita

Keftedakia

Salzig/sauer eingelegtes Gemüse

Rote Beetesalat

Tzatziki

Sarakosti Buffet,  Kathara Deftera vegan

Dafür das es sich bei den Piten um Fertigprodukte handelt muss ich sagen, das sie ziemlich lecker waren. Auf die werde ich also öfter zurückgreifen.

So kann man es doch ganz gut aushalten 😊. Ich gebe zu, ich habe dieses Mal nicht ganz so viel selbst gemacht, da ich mich durch das aktuelle Nistissima Sortient probieren wollte und es auch mal ganz schön finde, nicht immer Stundenlang in der Küche zu stehen. Auch wenn kochen für mich normalerweise Entspannung pur bedeutet, durfte es dieses Mal etwas fauler zu gehen. Die Küchengeister mögen es mir verzeihen.

 

An diesem Tag gibt es abgesehen von den Mezedes /Kleinigkeiten vielerorts eine Suppe aus weissen Bohnen die Fasolada genannt wird. Auch sie ist vegan, da sie nur auf Basis von Gemüsebrühe, Tomaten und den bereits erwähnten weissen Bohnen besteht. Die Suppe wird in vielen Gemeinden auf dem Dorfplatz ausgegeben. Man sitzt dort zusammen, es gibt Musik und Tanz und geniesst gemeinsam den Tag . Ein wirklich schöner Brauch, der in diesem Jahr leider auch ausfallen muss

 

Ein Rezept für die Fasolada sowie Fava, könnt ihr übrigens bald in meinem neuen Kochbuch „Vegan in Griechenland“ finden. Wer nicht so lange warten möchte: Ein „ähnliches“ Rezept für die Suppe findet ihr in Form von serbischer Bohnensuppe auch auf meiner Seite. Ebenfalls sehr lecker, nur ein wenig anders zubereitet 😉.

 

Drachen steigen ist heute leider nicht angesagt, da wir nicht ins Grüne fahren dürfen. Die aktuellen Massnahmen erlauben leider keine Ausflüge oder grossen Zusammenkünfte . Wie gut, dass es heute eh schlechtes Wetter geben soll. So lässt sich mit dieser Regelung wenigstens etwas leichter umgehen.    Wir könnten unseren Drachen natürlich auch hier im Viertel steigen lassen, doch das ist einfach nicht das Gleiche wie am Meer oder auf einer grossen Wiese.  So ganz ungefährlich ist das Ganze dann natürlich auch nicht, da wir doch eine Menge Stromleitungen her stehen haben.

 

Damit ihr aber einmal sehen könnt, wie es normalerweise aussehen würde, habe ich euch ein paar Bilder vom letzten Jahr rausgesucht. Der Anblick der vielen bunten Drachen am Himmel ist nämlich jedes Jahr besonders schön. Auch wenn es auf den Bildern leider nicht so gut rüberkommt.

Das war es dann auch schon wieder von mir. Ich würde mich freuen, wenn ihr beim nächsten Bolgkartikel wieder dabei seid. Es geht dann nämlich zu den anderen Wurzeln meiner Herkunft, nach Kolumbien. Ich hatte schon lange vorgehabt ein Kolumbien Special für euch zu verfassen und vor allem zu kochen. Jetzt hab ich es endlich in die Tat umgesetzt und es ist richtig köstlich geworden. Ich habe also viele Rezepte meiner kolumbianischen Familie herausgekramt, mit meiner Mamita zusammen gekocht und veganisiert. Das hat wirklich viel Spass gemacht und ich habe mich wieder ein wenig mehr mit der Kultur meiner anderen genetischen Hälfte befasst. Ihr könnt also gespannt sein und euch auf viele Köstlichkeiten aus dem wundervollen Kolumbien freuen.

 

Ich freu mich also auf euch und sage bis bald

 

Eure Hara ...die Diva hält zurzeit zum Glück die Klappe 😉

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